Brustentzündung durch stillen

Vorbeugung und Behandlung bei Mastitis

Mastitis kann unterschiedliche Symptome und Ursachen haben. Bild: ©detailblick - Fotolia.com

Mastitis ist ein häufig verbreitetes Stillproblem. Sehr oft sind verletzte und gereizte Brustwarzen sowie Mamillenprobleme die Vorstufe für Entzündungen. Nicht selten entstehen zu Beginn der Stillzeit große Probleme für die Eltern. Manchmal sind sie sogar der Grund für das Abstillen.

Zu den meist später auftretenden Anzeichen von Mastitis gehören verstopfte Milchkanäle (Milchstau), Abszesse und in seltenen Fällen Candidose (Soor).

Lassen Sie sich nicht gleich ins Bockshorn jagen und geben Sie das Stillen nicht vorzeitig auf! Hier zeigen wir Ihnen, was die Ursachen und die Symptome bei einer Mastitis (Brustentzündung) sind und wie Sie Mastitis vorbeugen und behandeln können.

 

1. Was ist Mastitis?

Unter „Mastitis“ wird nach Lawrence  & Lawrence (2005) eine infektiöse Brustentzündung verstanden. Am häufigsten kommt es 6 - 7 Wochen nach der Geburt zu einer Mastitis. Wenn sich die Milch staut, wird es problematisch, da die Brustdrüse darauf ausgelegt ist, Milch zu bilden und zu transportieren, aber nicht zu speichern.

 

2. Symptome

Typische Symptome der Mastitis sind ein allgemeines Krankheitsgefühl, Abgeschlagenheit, Fieber, Schüttelfrost, Schmerzen und Druckempfindlichkeit an der betroffenen Stelle. Die Brust fühlt sich hart, warm und geschwollen an und ist in der Regel gerötet. All diese Symptome können auch nur teilweise vorhanden sein.

 

3. Ursachen für Mastitis

Die Hauptursache für eine Brustentzündung ist die Infektion mit Bakterien und Erregern, in eher seltenen Fällen mit Hefepilzen. Weitere Faktoren, die Mastitis begünstigen sind:

  • Wunde Brustwarzen, Stress und Müdigkeit begünstigen die Entstehung von Infektion wie Mastitis.
  • Verletzte Brustwarzen (Mamillen) und gestaute Milch in den Milchkanälen erhöhen das Risiko des Eindringens von Bakterien und Erregern ins Milchgangsystem. 
  • Bei einem starken Milchspendereflex staut sich die Milch, wenn das Baby nicht wirkungsvoll trinkt oder wenn die Brust nicht entleert wird.
  • enge Still-BHs, eine ausgelassene Stillmahlzeit oder Milchstau (verstopfte Milchgänge).
  • Fast jede Mutter, die unter Milchstau leidet, ist dem hohen Risiko einer Verstopfung der Milchgänge und einer Brustdrüsenschwellung ausgesetzt.

 

4. Zwei Typen von Mastitis

Es wird zwischen zwei Formen von Mastitis unterschieden: Die entzündliche und die infektiöse Mastitis. Beide kommen im Milchgangsystem vor und stehen in engem Zusammenhang mit der Stauung der Milch.

1) Die „entzündliche Mastitis“

Innerhalb von 12 bis 24 Stunden, in denen der Milchkanal verstopft ist, beginnt die „entzündliche Mastitis“. Dabei entzünden sich die inneren Milchkanälchen und Milchgänge und verursachen weitere, lokale Probleme: eine geschwollene, harte, empfindliche und heiße Brust.

2) Die „infektiöse Mastitis“

Während der Entzündung erhöhen sich die weißen Blutkörperchen in der Milch (eine normale Reaktion), die Bakterienanzahl bleibt weitestgehend unverändert. Werden die blockierten Milchgänge innerhalb von 24 – 48 Stunden nicht behandelt, erfolgt eine „infektiöse Mastitis“. Die Zahl der Bakterien und Erreger nimmt zusammen mit den weißen Blutkörperchen zu.

Wenn die entzündete Brust mit Bakterien infiziert wird, zeigen sich auch die typischen Symptome wie Fieber, Schüttelfrost und Unwohlsein.

 

5. Vorbeugung und Behandlung von Mastitis

Schnelle Hilfe bei wunden, gereizten und entzündeten Brustwarzen: Eine innovative Methode zur Linderung der Schmerzen bei wunden und gereizten Brustwarzen sind die Multi-Mam Kompressen mit dem patentierten 2QR-Wirkstoffkomplex. Multi-Mam Brustkompressen helfen, Infektionen wie Mastitis zu verhindern.

 

Multi-Mam Balsam: Optimale Brustpflege während und nach dem Stillen

Für eine zusätzliche Brustpflege vor und während des Stillen können Sie auch das Multi-Mam Brustwarzenbalsam verwenden.

  • Eine effektive Vorbeugung ist möglich. Eine häufige Entleerung der Brust kann z.B. Mastitis vorbeugen. Hierfür gibt es verschiedene Techniken und Methoden wie Sie die Brust mit einer Handpumpe oder einer elektrischen Milchpumpe entleeren sowie Muttermilch mit der Hand ausstreichen können. Hierbei kann jede Frau selbst entscheiden, welche Technik sie bevorzugt.
  • Unterstützung von der Familie, Hilfe im Haushalt sowie erhöhte Flüssigkeitsaufnahme und Bettruhe sind von großer Bedeutung für einer Besserung.
  • Stress und Müdigkeit vermeiden: Ein Grund für die wiederkehrende Mastitis kann auch sein, dass eine Mutter verordnete Antibiotika nicht zu Ende genommen oder nicht genügend Ruhe bekommen hat.
  • Legen Sie das Kind zunächst an der nicht betroffenen Seite an, so wird das Stillen weniger schmerzhaft.
  • Mastitis ist kein Grund zum Abstillen: Eine Unterbrechung des Stillens verschlimmert die Situation eher. In diesem Fall empfehlen viele Ärzte, Hebammen und Experten Multi-Mam Kompressen, die bei wunden Brustwarzen schnelle Linderung verschaffen.

Arzt konsultieren: Wenn Sie innerhalb von 24- 48 Stunden keine wesentliche Besserung bemerken, kontaktieren Sie Ihren Arzt! Bei stark entzündetem Brustgewebe ist in der Regel eine Therapie mit Antibiotika erforderlich.

 

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Quellen:
Muß, Karin (2005): Stillberatung und Stillförderung. Wissenschaftliche Verlagsgesellschaft Stuttgart.