Soor

Soorinfektion in der Stillzeit: Symptome bei Mutter und Kind erkennen

Eine unbehandelte Brustinfektion (Soor) kann zu Mastitis, Milchstau & Brustentzündung führen. Bild: RioPatuca Images - Fotolia.com

Soor bzw. Brustsoor, eine ansteckende Pilzinfektion, ist ein häufiges Stillproblem und bereitet den betroffenen Frauen oft große Beschwerden.  Soor wird durch Candida-Pilzsporen hervorgerufen, bei der Candida albicans zwar vorherrscht, zu der aber auch noch einige andere Candidaarten gehören. Eine unbehandelte Brustinfektion kann zu Mastitis, Milchstau und Brustentzündung führen.

 

1. Eine Soor-Infektion wird durch verschiedene Faktoren begünstigt:

1.1) Wunde Brustwarzen

Ursache für eine Soor-Infektion sind manchmal wunde und verletzte Brustwarzen (Mamillen), die über
einen längeren  Zeitraum nicht abheilen bzw. nicht behandelt wurden. Plötzliches Auftreten von wunden
Brustwarzen nach einer längeren Stillzeit deuten oft auf eine Soor-Infektion hin.
 

1.2) Abwehrschwäche und Antibiotika

Bei einem geschwächten Immunsystem oder nach Behandlung mit Antibiotika oder Kontrazeptiva, können sich die Bakterien vermehren.
 

1.3) Müdigkeit, Stress

 

1.4) Diabetes mellitus

 

1.5) Fehlende oder übertriebene Hygiene

 

1.6) Einseitige Ernährung (stark zucker- und stärkehaltig) oder Vitaminmangel

 

1.7) Ansteckung über das Kind

 

2. Soor im Bereich der Brustwarze (Mamille)

Es handelt sich um eine oberflächliche Infektion, die sowohl die Haut der Brust als auch die Mundschleimhäute des Babys betreffen kann. Nicht immer sind die Symptome gleichzeitig bei Mutter und Kind zu beobachten. Bei einer diagnostizierten Infektion müssen Mutter und Kind behandelt werden, um einen Ping-Pong-Effekt zu vermeiden.

Am Anfang der Soor-Infektion klagt die Mutter über sehr heftige und stechende Schmerzen im Bereich der Brustwarze. Diese stechenden Brustschmerzen entstehen offenbar, wenn die durch Entzündung geschwollenen Milchgänge nach Entleerung wieder aufgefüllt werden, z.B. beim Auslösen des Milchspendereflexes und auch zwischen den Stillmahlzeiten.

Hat sich die Soorinfektion von der Brustwarze aus weiter nach innen ausgebreitet, klagen die betroffenen Mütter meist über heftige brennende Schmerzen.

 

3. Soor-Symptome bei der stillenden Mutter

  • Brennende und stechende Brustschmerzen beim Stillen, die oftmals auf eine  Infektion der Milchgänge hindeuten.

  • Juckende, brennende, schmerzende Brustwarzen (Mamillen)

  • Rötung und Schwellung der Brust

  • Die Haut des Warzenhofs kann auch perlmuttartig glänzend und/oder pinkfarben wirken.

  • Schuppige, trockene, rissige Haut im Bereich der Brustwarze, manchmal mit weißen Belägen oder Bläschen

  • Depigmentierung der Areola

  • Selten "Pickelchen", ähnlich einem Ausschlag

  • Wunde Mamillen, die manchmal über Wochen nicht abheilen

  • Eventuell zugleich Pilzinfektionen an anderen Körperbereichen wie z.B. Scheidenpilz.

 

4. Soor-Symptome beim Baby

  • Gerötete Stellen mit schwer oder nicht abwischbaren weiß-grauen Belägen an der Mundschleimhaut.

  • Windelsoor: hartnäckig wunder, roter, pickeliger Po. Hier ist ebenfalls eine langfristige Behandlung erforderlich.

  • Stillstreik, Brustverweigerung, verändertes Trinkverhalten des Babys, Unwohlsein aufgrund des Juckens im Mund.

 

5. Darf ich bei einer Soorinfektion stillen?

Auch bei Soor ist es möglich weiter zu stillen. Ärzte und Hebammen empfehlen häufigere, aber kürzere Stillmahlzeiten, damit das Stillen angenehm ist. Dabei ist es wichtig, das Kind in verschiedenen Stillpositionen anzulegen.

 

6. Behandlung von Soor-Infektion

Soor-Symptome können sowohl bei der Mutter als auch beim Kind einzeln oder in Kombination auftreten. Die Therapie erfolgt über lokal aufzutragende Cremes/Gels, die einen Wirkstoff wie z.B. Miconazol, Nystatin oder Clotrimazol enthalten.

Bei einer Soorinfektion ist es wichtig darauf zu achten, dass die betroffenen Stellen möglichst trocken gehalten werden. Luft und Licht an die befallenen Stellen zu lassen, kann den Heilungsprozess beschleunigen.

 

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Quellen:
Schweizer, Dora (): Stillen: Ihre Stillberatung für zu Hause. Mütter berichten: Das hat mir geholfen
Europäisches Institut für Stille und Laktation: http://www.stillen-institut.com/de/brustsoor-stillzeit-infos-innsbrucker-studie.html
Márta Guóth-Gumberger, Elizabeth Hormann: Stillen