Stillproblem: Milchstau

Vorbeugung & Behandlung von verstopften Milchkanälen

Ein Grund für Milchstau ist die Bildung von Knoten in der Brust -© underdogstudios - Fotolia.com

Ein Milchstau kann während der Stillzeit immer wieder auftreten. Meist tritt er jedoch zu Beginn der Stillzeit auf. Bleibt der Milchstau unbehandelt, entwickelt er sich rasch zu einer Brustentzündung.

Wie erkennen Sie die ersten Anzeichen der Infektion? Was sind typische Symptome? Welche präventiven Maßnahmen können stillende Mütter unternehmen, um dies zu verhindern?

 

1. Was ist ein Milchstau?

Bei einem Milchstau staut sich die Milch in einem oder mehreren Milchgängen um den Brustwarzenhof (Areola). Seltener sind Fälle, in denen die ganze Brust betroffen ist. Je früher die Mutter die ersten Anzeichen erkennt und mit der Behandlung beginnt, desto geringer ist das Risiko, dass sich aus dem Milchstau eine Infektion wie Mastitis (Brustentzündung) entwickelt. Der Übergang zur Mastitis geschieht meist fließend.

Typische Symptome bei einer Brustentzündung sind starke Schmerzen, Fieber, Schüttelfrost sowie ein allgemeines Krankheitsgefühl.

 

2. Ursachen für Milchstau

Ein Grund dafür ist die Bildung von Knoten in der Brust. Meist sind sie sehr schmerzhaft und empfindlich bei Berührungen. Auch rötliche Stellen im gestauten Areal treten häufig auf. Dazu kann das Fieber steigen.

 

3. Eine mangelnde Entleerung der Brust kann eine Ursache für einen Milchstau sein:

  • aufgrund längerer Stillpausen, z.B. wenn das Kind eine Mahlzeit verschläft
  • wenn das Baby zu wenig trinkt
  • falsches Anlegen des Babys sowie eine unkorrekte Stillposition
  • wunde Brustwarzen (Mamillen): Sie schmerzen stark sowohl zu Beginn als auch während des Stillens; manchmal sind die Schmerzen für die Frau unerträglich, weswegen sie die Mahlzeiten abkürzt
  • enger Still-BH, zu eng oder ein falsch gebundenes Tragetuch: Dadurch wird die Brust gedrückt und die wunde Haut zusätzlich gereizt.

 

4. Weitere Gründe für Milchstau

  • Hauptauslöser für Mastitis sind häufig auch die hormonellen Stimmungsschwankungen, Überforderungsgefühle oder seelischer Kummer.
  • Das Stresshormon – Adrenalin – ist auch in der Lage die Auslösung des Milchspendereflexes zu verhindern. Auf diese Weise entsteht ein verzögerter Milchspendereflex, die Milch staut sich in den Milchgängen und kann nicht abgetrunken werden. Daraus resultiert ein Milchstau.
  • Zähe Milch oder abgestorbene Zellen können die Milchporen verstopfen, sodass die Milch nicht nach außen transportiert werden kann.
  • Bläschenbildung am Ausführungseingang infolge zäher Milchkonsistenz
  • Abgestorbenes Zellmaterial, das sich an den Wänden der Milchgänge ablagert und den Milchfluss unmöglich macht.

 

5. Vorbeugung von verstopften Milchkanälen (Mastitis)  

  •  Korrektes Anlegen und häufiger Wechsel der Stillpositionen werden meist empfohlen, damit alle Bereiche der Brust gut entleert werden.
  • Frühzeitiges Anlegen sowie Stillen nach Bedarf: Durch das häufige Stillen kann das Baby mit seinem Unterkiefer die gestauten Milchgänge stimulieren.
  • Während der Phase des Milchaufbaus ist es ratsam, auf Schnuller zu verzichten, da sonst das Saugbedürfnis an der Brust nicht unbedingt befriedigt wird.
  • Falls das Stillen zu schmerzhaft ist, kann man die Brust mit einer elektrischen Milchpumpe abpumpen (5 – 10 Minuten pro Seite).
  • Die Frau braucht in dieser Periode Unterstützung von der Familie, Hilfe im Haushalt und sollte viele Ruhepausen im Laufe des Tages einplanen.
  • Die gesunde Ernährung der Mutter hat auch einen direkten Einfluss: Ungesunde Fette wie erhitzte, gehärtete und gesättigte Fettsäure können zur dickflüssiger Muttermilch führen und den Milcheinfluss behindern. Als Alternative kann man auf wertvolle Fette und Lachsöl-Kapseln zurückgreifen.
  • Abstillen ist nicht empfehlenswert, denn es verschlimmert die Situation eher.
    Sollte das Anlegen des Babys zu schmerzhaft sein, dann kann auch der Einsatz einer Elektrischen Intervallmilchpumpe mit individuellen Einstellungen für einige Tage hilfreich sein.

 

6. Tipps für die Anregung des Milchspendereflexes

Legen Sie vor dem Stillen warme Kompressen auf die Brust oder nehmen Sie eine warme Dusche. Durch die Wärme wird die Durchblutung der Brust gesteigert und das Hormon Oxytocin regt den Milchtransport besser an.

 

7. Behandlung von wunden Brustwarzen

Schnelle Hilfe bei wunden, gereizten und entzündeten Brustwarzen

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Quellen:
Muß, Karin (2005): Stillberatung und Stillförderung. Wissenschaftliche Verlagsgesellschaft Stuttgart.