Stillstreik: Warum verweigern Babys das Trinken an der Brust?

Tipps für den erfolgreichen Umgang mit der Brustschimpfphase

Warum will mein Baby plötzlich nicht mehr an der Brust trinken? Was passiert mit meinem Baby? Habe ich etwas falsch gemacht? Was ist der Grund für die Brustverweigerung? 

Für einen Stillstreik gibt es vielfältige Ursachen. Bild: ©DoraZett - Fotolia.com

Es gibt viele Gründe, warum das Trinken an der Brust manchmal nicht richtig klappt und problematisch ist - gerade am Anfang der Stillbeziehung.
Ruhe bewahren und nicht in Panik geraten, liebe Eltern!
In diesem Fall handelt es um eine besondere Ausnahme-Stillsituation, nämlich die "Brustschimpfphase" – genannt auch „Stillstreik“ oder „Brustverweigerung“. Wie man damit erfolgreich umgeht, erfahren Sie  hier.

 

1. Die Brustschimpfphase nicht mit Abstillen verwechseln

Viele Eltern verwechseln die Brustschimpfphase mit einem spontanen Abstillen. Aus diesem Grund ist es sehr wichtig, die Anzeichen und die Körpersprache des Babys richtig zu interpretieren, um das unnötige frühzeitige Abstillen zu vermeiden. Dabei wird zwischen Brustverweigerung und Stillstreik unterschieden.

 

2. Was ist „Brustverweigerung“ bzw. die "Brustschimpfphase"?

Die Brustverweigerung kann sofort nach der Geburt oder innerhalb der gesamten Stillzeit auftreten und kann bis zu sechs Wochen dauern.

 

3. Was ist „Stillstreik“?

Der Stillstreik kommt während der Stillperiode vor und umfasst einen kürzeren Zeitraum. Ein plötzlicher Stillstreik, bei dem das Baby das Trinken an der Brust ablehnt, erfolgt meistens im 3. Monat.

In beiden Fällen reagiert das Baby identisch:

  • Die "Brustschimpfphase" und der „Stillstreik“ charakterisieren sich durch Ablehnung der Brust, d.h. das Baby verweigert plötzlich mit Unruhe und lautem Schreien an der Brust zu trinken; es weint, nachdem es angefangen hat zu trinken oder direkt danach. 
  • Das Kind stößt sich von der Brust ab, sucht erneut, schreit, saugt an, lässt los, etc.
  • Der Säugling wirkt frustriert, angespannt und unglücklich.
  • Nach vielen Versuchen ist das Stillen nicht erfolgreich - und die Eltern geraten in eine verzweifelte Situation.

Im frühen Wochenbett ist eine ausführliche Anamnese sehr hilfreich. Äußere Faktoren, welche zu einer ablehnende Reaktion des Babys führen könnten, sind: kalte Hände oder der Geruch von Desinfektionsmitteln.

 

4. Mögliche Ursachen für den Stillstreik und die Brustverweigerung

Wenn sich Ihr Kind statt wie gewohnt abwendet und weint, kann dies unterschiedliche Gründe haben:

  • Zahnen: Vielleicht leidet Ihr Kind darunter, dass die ersten Zähne langsam im Kiefer angelegt werden und es deswegen Schmerzen beim Stillen spürt. Für die wohltuende Linderung von Zahnungsbeschwerden empfehlen viele Ärzte, Mütter und Hebammen das Zahnungsgel Multi-Mam BabyDent zur Anwendung bei akuten Beschwerden. Das Gel ist angenehm im Geschmack, ohne Alkohol, Zuckerzusatz und frei von Konservierungsstoffen. Es enthält den innovativen, natürlichen 2QR-Wirkkomplex.
  • Eine Ohrenentzündung, Erkältung oder andere Krankheiten könnten der Auslöser für den Stillstreik sein.
  • Die Brust der Mutter verändert sich am Ende des dritten Monats: Die Brust wirkt vor der Mahlzeit weicher als bisher, denn die Brustdrüsen sind nicht länger verstärkt durchblutet wie am Anfang. Aus diesem Grund verändert sich auch der Milchspendereflex und das Baby kann manchmal "seine" Brust nicht wiedererkennen. Deswegen reagieren manche Babys irritiert und verweigern das Trinken. In diesem Fall spricht man von "Stillstreik".
  • Saugverwirrung: Wenn Sie künstliche Flaschensauger oder Stillhütchen benutzen, kann sich das Kind schwierig umstellen und lehnt vielleicht deshalb die Brust ab.
  • Hat Ihre Milch einen anderen Geschmack? Wenn Sie stark gewürztes Essen, bestimmte Medikamente, oder vor dem Stillen Sport gemacht und danach nicht geduscht haben, kann der Geschmack der Muttermilch verändert sein.
  • Körperlotion und Parfüm: Wenn Sie neues Waschmittel, Parfüm, parfümierte Deos und Körperlotion verwendet haben, kann dies auch Ihren Körpergeruch ändern und zum Stillstreik führen.

 

5. Weitere Gründe für den Stillstreik bzw. die Ablehnung der Brust

  • Die anatomische Brustwarzenform kann manchmal auch Grund für Ablehnung der Brust sein. Hohl- und Flachwarzen können zu falscher Saugtechnik führen, da das Kind diese nicht richtig mit dem Mund aufnehmen kann.
  • Wunde und verletzte Brustwarzen sind unter stillenden Müttern keine Seltenheit. Viele Frauen beschweren sich zu Beginn der Stillzeit darüber. Da dies auch starke Schmerzen mit sich bringen kann, haben wunde Brustwarzen leider oft auch Auswirkungen auf die Stillbeziehung. Die Multi-Mam Kompressen sind ein sehr guter Ansatz zur Behandlung von wunden Brustwarzen und bieten schnelle Linderung bei gereizten und entzündeten Brustwarzen. Mit dem natürlichen 2QR-Komplex blockieren sie viele schädliche Mikroorganismen und helfen, Infektionen (z.B. Mastitis) zu verhindern.
  • Bei nicht korrektem Anlegen kann das Baby Brustwarzen, Areola und Brustgewebe nicht richtig in den Mund aufnehmen. Die richtige Stilltechnik können Sie hier erlernen.

 

6. Auswirkung des Stillstreiks auf den emotionalen Zustand der Mutter

Die Reaktionen der Mutter aufgrund der Ablehnung der Brust vom Baby können sein:

  • Stress, Aufregung und innere Verunsicherung
  • Frustration, Hilfslosigkeit, Traurigkeit
  • depressive Stimmung und Verzweiflung.

Eine negative Folge der mangelnden Brustentleerung können Milchstau und anschließende Brustentzündung sein. Deswegen ist es für die Mutter wichtig, Unterstützung und Hilfe zu bekommen. Viele Väter empfehlen in diesen Ausnahmesituationen die Flaschenfütterung. Dies kann auch zu Streit zwischen den Partnern führen.

 

7. Muttermilch abpumpen

  • Um die Milchbildung weiter aufrechtzuerhalten, pumpen Sie die Muttermilch mit einer elektrischen oder einer Handmilchpumpe ab.
  • Füttern Sie dem Baby Muttermilch mit einem Becher oder Löffel zu.

 

8. Maßnahmen und Hilfe gegen das Brustschimpfen

  • liebevolle Ermutigung des Kindes zum Saugen an der Brust
  • Unterstützung vom Partner und von der Familie. Die Ablehnung der Brust ist keine persönliche Ablehnung der Mutter, sondern nur eine Übergangsphase.
  • Versuchen Sie die enge Mutter-Kind-Beziehung aufrechtzuerhalten, z.B. durch gemeinsame Rituale - Schlafen, Baden, Spielen.

 

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Quellen:
Scherbaum, Veronika (2003): Stillen: frühkindliche Ernährung und reproduktive Gesundheit. Deutscher Ärzteverlag. Stuttgart.
Weigert, Vivian (2012): Babys erstes Jahr: Monat für Monat das Beste für Ihr Kind. GU Verlag.