Hier informiert Sie Multi-Mam zum Thema Wunde Brustwarzen beim Stillen

 

Was tun bei wunden Brustwarzen?

Bis zu 96 % aller Frauen beschweren sich laut einer Umfrage des Bundesamtes für Risikobewertung zu Beginn der Stillzeit über eine erhöhte Empfindlichkeit oder sogar Schmerzen im Bereich der Brustwarzen. Steigert sich diese anfängliche Empfindlichkeit während des Stillens, können Brustwarzen wund oder rissig werden und sogar verkrusten bzw. bluten.

Wunde Brustwarzen

In den ersten 3-4 Tagen nach der Entbindung sind die Brustwarzen oft recht empfindlich, was auf die verstärkte Durchblutung und Dehnung des Areola- und Mamillengewebes (Areola: Brustwarzenhof, Mamille: Brustwarze) beim Einsaugen und auf die mechanische Belastung des Gewebes zurückzuführen ist. Dies ist völlig normal und nicht weiter besorgniserregend. Nach einiger Zeit erhöht sich die Elastizität des Gewebes und der Milchspendereflex setzt schnell ein, sodass die Schmerzen innerhalb weniger Tage verschwinden sollten.

Symptome wunder Brustwarzen:

  • Schmerzen, Rötung, Schwellung
  • Hautabschürfungen, krustige Beläge, Bläschen


Wunde Brustwarzen kommen häufig vor

Man geht davon aus, dass 30% der stillenden Frauen länger anhaltend von wunden Brustwarzen betroffen sind (vgl. Frauenärzte im Netz). Wunde Brustwarzen sind unter stillenden Müttern keine Seltenheit. Da sie zum Teil starke Schmerzen verursachen, haben sie leider oft auch Auswirkungen auf die Stillbeziehung. Manche Mütter stillen deswegen auch ab.

 

 


Ursachen und Symptome wunder Brustwarzen

 

Ursachen für wunde Brustwarzen

Die weitaus häufigsten Ursachen für wunde Brustwarzen sind auf zahnen, falsches Anlegen des Babys und auf nicht korrektes Saugen des Kindes zurückzuführen. Keine Sorge, das Stillen ist für Mama und Kind ein Lernprozess und klappt oft nicht von Anfang an problemlos.


Was heißt „falsches Anlegen“?

Nicht korrektes Anlegen bedeutet z.B., dass das Baby Brustwarze, Areola (Brustwarzenhof) und Brustgewebe nicht richtig in den Mund nimmt. Das falsch angelegte Baby erzeugt einen starken Unterdruck und die Brustwarze wird in seinem Mund verformt und im Kiefer eingeklemmt. Deswegen ist es sehr wichtig, dass das Kind richtig liegt und nicht wegrutscht, damit es die Brustwarze richtig zu fassen bekommt.

Das Baby richtig anlegen: Die richtige Anlege- und Stilltechnik können Sie erlernen, Tipps dazu finden Sie hier.

 

Weitere Ursachen für wunde Brustwarzen:

 

  • Eine zu volle Brust: In diesem Fall ist es ratsam vor dem Stillen etwas Milch abzupumpen, sodass der Säugling die Warze besser aufnehmen kann.
  • Das Baby öffnet den Mund nicht weit genug und „kaut“ mit dem Kiefer auf der Brustwarze.
  • Anatomische Besonderheiten bei der Mutter z.B. Hohl- oder Flachwarzen, die zu falscher Saugtechnik führen, da das Kind diese nicht richtig mit dem Mund aufnehmen kann.
  • Der Milchflussreflex funktioniert nicht gut, deswegen saugt das Kind gierig und sehr kräftig, da es nicht genug bekommt.
  • Die Haut der Mutter ist spröde und nicht geschmeidig genug.
  • Die falsche Anwendung elektrischer Milchpumpen kann auch zu wunden Brustwarzen führen.
  • Die Nutzung feuchter Stilleinlagen kann auch der Grund für wunde Brustwarzen sein.
  • Wesentlich seltener sind beispielsweise Pilzinfektionen (Soor) oder ein zu kurzes Zungenbändchen die Ursache von wunden Brustwarzen.
  • Hefepilzinfektion, vor allem mit Candida (Soor): Über den Mund des Babys wird die Brustwarze mit dem Pilz infiziert, was zur Brustentzündung führen kann.
  • Typische Anzeichen für Soor: Die Haut kann rot, glänzend und schuppig sein. Jucken, brennender Schmerz während und nach dem Stillen, weißer Belag im Mund des Babys. (Risikogruppen: Diabetikerinnen, Antibiotikagebrauch von Mutter und Kind)

 


Wie kann man wunden Brustwarzen vorbeugen?

 

Maßnahmen zur Vorbeugung empfindlicher und verletzter Brustwarzen:

  • Häufiges Wechseln der Stillpositionen, um die Brustwarzen nicht einseitig zu belasten. Legen Sie das Baby zuerst an der Seite an, an der die Brustwarze weniger wund ist. Der Milchflussreflex lässt dann die Milch an beiden Seiten laufen.
  • Korrektes Positionieren und Abnehmen des Babys belasten das Brustgewebe gleichmäßiger.
  • Bei sehr starken Schmerzen können Sie außerdem über eine vorübergehende, einseitige Anlegepause nachdenken. Auch dann müssen Sie die Brust durch elektrisches oder manuelles Abpumpen der Muttermilch oder durch Ausstreichen entleeren.
  • Tägliche Körper- und Händehygiene spielen eine sehr wichtige Rolle, um keine Erreger und Keime auf die wunden Brustwarzen zu übertragen.
  • Verwenden Sie keine Seife auf Brustwarze und Warzenhof, weil sie den pH-Wert der Haut zerstören kann. So wird diese Gegend unter Umständen erst recht rissig.

 


Was hilft bei wunden Brustwarzen?

 

Wunde Brustwarzen erhöhen das Infektionsrisiko und führen häufig zur Mastitis.

Ein effektiver Ansatz zur Behandlung von wunden, gereizten und entzündeten Brustwarzen ist das Auflegen der Multi-Mam Brustkompresse mit bio-aktiven Gel. Ergänzend dazu: die Verwendung eines pflegenden Multi-Mam Brustwarzenbalsams.  Beide werden von Müttern, Hebammen und Ärzten empfohlen.

 

Multi-Mam Kompressen: Schnelle Hilfe bei wunden Brustwarzen

Der in der Multi-Mam Kompresse enthaltene 2QR-Komplex unterstützt den Heilungsprozess, blockiert viele schädliche Mikroorganismen, optimiert den Zustand der Haut, vermindert das Infektions-Risiko (z.B. Mastitis) und wirkt beruhigend auf die Haut.

Das bio-aktive Gel der Kompresse enthält pflanzliche Inhaltsstoffe und hat einen nahezu neutralen bis leicht süßlichen Geschmack.

Multi-Mam Balsam: Schutz für Brustwarzen vor und während des Stillens

Der pflegende Multi-Mam Brustwarzenbalsam basiert auf einer Auswahl von pflanzlichen Ölen und bietet Ihnen einen optimalen Schutz der Brustwarzen vor und während des Stillens, da er die Haut weich und geschmeidig hält. Der Balsam eignet sich für die Pflege von trockenen und sensiblen Brustwarzen, ist nicht klebrig und hinterlässt weder Geschmack noch Geruch auf der Haut.

Wichtig: Multi-Mam Kompressen und Multi-Mam Balsam enthalten keine Konservierungsstoffe. Die Produkte sind rezeptfrei in Apotheken oder im Ardo Onlineshop erhältlich.


Weitere Stillhilfen bei wunden Brustwarzen und auslaufender Muttermilch

Gold Cream: 100% reines Lanolin

Zur Behandlung verletzter und trockener Brustwarzen kann die Mutter z.B. die Gold Cream mit 100 % reinem Lanolin von Ardo medical verwenden. Die feuchte Wundheilung ist bei wunden und verletzten Brustwarzen empfehlenswert, damit sich keine Schorfkrusten bilden.

 

LilyPadz: Atmungsaktive Stilleinlagen

Die wunden und verletzten Brustwarzen brauchen zusätzlich frische Luft, deswegen verwenden Sie atmungsaktive Stilleinlagen wie z.B. LilyPadz, die Sie diskret und sicher vor auslaufender Muttermilch schützen und eine gute Belüftung der Brust gewährleisten.

 

Day & Night Pads: Tag & Nacht Auslaufschutz

Wechseln Sie regelmäßig feuchte Stilleinlagen. In der zeitintensiven Stillperiode bieten Ihnen z.B. die Day & Night Pads von Ardo medical einen zuverlässigen horizontalen (während des Tages) und seitlich (in der Nacht) positionierbaren Auslaufschutz.

Tulips: Die Brusthütchen bei Saug- und Anlegeproblemen

Bei Saug- und Anlegeproblemen kann man z.B. Brusthütchen wie Tulips verwenden, die die Brustwarzen wirksam schützen und Schmerzen beim Stillen lindern können. Der Vorteil der Tulips ist, dass das Baby den mütterlichen Geruch während der Stillzeit wahrnehmen kann und neue Verletzungen vermieden werden.

 

Pflegemaßnahmen: Körper- und Handhygiene

Eine entsprechende Hand- und Körperhygiene (mehrmals täglich Hände waschen) vor und nach dem Stillen, unterstützt den Heilungsprozess. Die Brust möglichst nur unter fließend warmem Wasser (ohne Seife und parfümierte Duschgele) waschen und Bodylotion im Bereich der wunden Stellen meiden.

 

Das Kind korrekt anlegen

Achten Sie beim Stillen darauf, dass das Baby richtig angelegt ist und stets die Brustwarze und den Warzenvorhof erfasst. Legen Sie das Kind an der weniger schmerzenden Brust an, bis der Milchspendereflex ausgelöst wird.

 

Stillmanagement bei wunden Brustwarzen (Mamillen)

Tipps zur Anregung der Milchbildung

Wenn die Schmerzen auf beiden Seiten der Brust sehr stark sind, kann man den Miclhspendereflex folgendermaßen anregen, z.B.  mit einer elektrischen Milchpumpe, mit feuchten bzw. warmen Kompressen oder durch sanfte Brustmassage kann der Milchspendereflex ausgelöst werden. Das Kind muss dann zu Beginn der Stillmahlzeit nicht mehr so intensiv saugen und die Schmerzen sind erträglicher.

 

Stillen Sie häufiger

Stillen Sie oft, damit Ihre Brust nicht prall wird (8-12 Mal in 24 Stunden). Das Baby kann die Brustwarzen leichter fassen uns saugt nicht so gierig. Kontrollieren Sie dabei das Saugverhalten des Babys und korrigieren sie ggf. die Position des Kindes.

 

Stillposition wechseln

Machen Sie häufiger kurze Stillpausen und wechseln Sie die Stillpositionen zum Entlasten der wunden Stellen. Stillen Sie zunächst an der weniger schmerzenden Seite für ca. 10-15 Minuten, kehren Sie dann wieder zurück auf die andere Seite. Wenn das Baby an der Brust trinkt, ist es wichtig, dass die wunde Stelle nicht im Bereich des Unterkiefers erfasst wird.

 

Luft und Sonnenlicht unterstützen den Heilungsprozess

In den ersten Tagen der Heilung ist es ratsam, möglichst keinen BH zu tragen sowie Stilleinlagen zu vermeiden, dafür aber lockere Kleidung tragen. Dadurch kann die Luft besser zirkulieren und die Mamillen werden unter Umständen besser durchblutet und heilen schneller ab.

 

Wie lange wunde Brustwarzen behandeln?

Tritt spätestens nach drei Tagen keine Besserung der wunden Mamillen ein, ist es ratsam einen Arzt oder die Hebamme zu kontaktieren und sich beraten lassen.

 

 


Links, die Sie interessieren könnten:

 

 
Quellen:
Bundesinstitut für Risikobewertung. Wunde Brustwarzen in der Stillzeit – Ursachen, Prävention und Therapie. http://www.bfr.bund.de/cm/343/wunde_brustwarzen_in_der_stillzeit_ursachen_praevention_und_therapie.pdf
Frauenärzte im Netz. Problem beim Stillen. Wunde Brustwarzen. http://www.frauenaerzte-im-netz.de/de_probleme-beim-stillen-wunde-brustwarzen_1162.html
Lothrop, Hannah (2000): Das Stillbuch. Kösel-Verlag, München.
Scherbaum, Veronika (): Stillen: frühkindliche Ernährung und reproduktive Gesundheit.
Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (2001): Stillen und Muttermilchernährung. Grundlagen, Erfahrungen und Empfehlungen. Warlich Druck und Verlagsges. mbH.
Muß, Katrin (2005): Stillberatung und Stillförderung. Wissenschaftliche Verlagsgesellschaft Stuttgart.